Optimierung der Qualität, der Lieferzeiten und der Zuverlässigkeit Ihres Produkts: So lauten die Versprechen des „Design for Manufacturing“-Konzepts. Um den Nutzen dieser umfassenden und maßgeschneiderten Betreuung richtig zu verstehen, erklärt Joël Malville, DfM-Experte und Leiter des Bereichs Innovation Process bei LACROIX, wie wichtig es ist, sämtliche Herstellungsverfahren und ihre Folgen zu beherrschen, bevor ein Produkt entwickelt wird. 

Was ist Design for Manufacturing (DfM)? 

 Diese Unterstützung wird parallel zum Produktentwicklungszyklus angeboten. Sie soll alle Phasen der Industrialisierung vor der Serienproduktion von elektronischen Baugruppen erleichtern und zuverlässiger gestalten. DfM greift in die vorgelagerte Phase des Produktlebenszyklus ein, beginnt idealerweise ab der Entwicklung eines elektronischen Produkts und läuft während der Prototyping- und Vorserienphase bis zur endgültigen Produktion. 

1– Antizipation der Herstellungs- und Inspektionsauflagen bereits bei der Konzeption 

 Die Antizipation jeder Phase des Industrialisierungszyklus ermöglicht eine bestmögliche Produktionsüberwachung. Dazu gehört die Kontrolle über alle Beschränkungen, die mit den gewählten Konstruktionstechniken einhergehen, um sehr schnell alle Vor- und Nachteile beurteilen zu können. Diese Analyse ermöglicht es, sich so schnell wie möglich auf das ideale Design auszurichten und so die Produktionszeiten, die Qualität und die Zuverlässigkeit des zukünftigen Produkts zu optimieren. Der von LACROIX angebotene Design for Manufacturing-Service ermöglicht eine zuverlässige Produktion und nutzt dabei die gesamte Erfahrung unserer Experten.

Bestimmte technische Entscheidungen erfordern spezifische Herstellungsprozesse und schließen wiederum andere aus, die Montageprobleme verursachen oder die Automatisierung bestimmter Inspektionsschritte unmöglich machen. Solche Einschränkungen können sich auf die Kosten, das Risiko von Montagefehlern, die Ausschussrate sowie das Qualitätsniveau und die Zuverlässigkeit der Produktion auswirken.“

Joël Malville, DfM-Experte und Leiter Prozessentwicklung 

 Es wird daher empfohlen, die Design for Manufacturing-Experten so früh wie möglich bei der Funktionsanalyse des Projekts hinzuzuziehen, bevor die technischen Entscheidungen für die Realisierung getroffen werden. Unter diesen Bedingungen ist die Synergie zwischen Konstruktionsdienstleistungen und Produktionsmitteln optimal. Dagegen müssen die Teams, wenn sie nach dieser entscheidenden Etappe hinzugezogen werden, die Produktionsmittel an das Design des Produkts anpassen. Diese Variante ist weniger vorteilhaft und führt in der Regel zu zusätzlichen Fristen und Kosten, weil technische Hindernisse umgangen werden müssen. 

2 – Zuverlässige Gestaltung Ihres Produkts durch den richtigen Partner 

 Ihre volle Leistungsfähigkeit verdanken die Teams von LACROIX der Synergie zwischen dem Know-how unserer Ingenieure in der Elektronikproduktion und der hochleistungsfähigen Software VALOR. Die Design for Manufacturing-Experten nutzen die Software als wichtige Unterstützung für eine effizientere Analyse. Sie umfasst ein hochentwickeltes Inspektionstool und eine sehr wichtige Schnittstellensoftware zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen R&D-Designern und Produktionsstätten.  

 Die Software VALOR verkürzt die Ausführungszeit der Analysen, indem sie eine Reihe von Herstellbarkeitsregeln aus den Standards der Elektronik zugrunde legt, und verbindet diese mit der großen Produktionserfahrung von LACROIX. Experten schlagen strategische Weiterentwicklungen vor – von der Änderung des Designs der Elektronikplatine bis hin zur Empfehlung zur Integration neuer Komponenten. Dank der Software werden alle Auflagen des Kunden sofort übermittelt, was die Relevanz aller Empfehlungen von LACROIX erhöht.  

 Dank unserer Expertise und unserer Tools sind wir in der Lage, unseren Kunden Konzeptionsfehler aufzuzeigen, die vorher nicht erkannt wurden. Die künstliche Intelligenz der von uns eingesetzten Software VALOR ermöglicht es uns, alle unsere Kriterien zu integrieren, sodass sie immer leistungsfähiger wird. So erzielen wir umfassendere Analysen mit größerer Automatisierung und schnellerer Ausführung. Dank dieses Tools sind wir in der Lage, unseren Kunden einen optimalen Design for Manufacturing-Service anzubieten.“

 

Grégory Vincent, Leiter Produktherstellbarkeit und DfM-Experte 

 Mithilfe der Software kann ein Analysemodell erstellt werden, das durch das Know-how der Teams ergänzt wird. Sie ermöglicht es, Herstellbarkeitsstudien zu erstellen, die alle potenziellen Mängel und Anomalien eines Designs aufdecken können. Diese Analysen berücksichtigen alle Parameter, die von den Experten zuvor systematisch integriert werden. Diese überprüfen anschließend die Richtigkeit und korrigieren kritische Punkte, indem sie ihren Kunden Vorschläge zur Weiterentwicklung des ursprünglichen Designs unterbreiten. 

Bei den gängigsten Projekten findet eine DfM-Begleitung über fünf bis zehn Tage statt. Die Gründe für den Einsatz von DfM stehen nicht immer im Zusammenhang mit der Produktionsmenge oder der Größe der Bauteile. Alles hängt im Wesentlichen von der Komplexität und der Zuverlässigkeit ab, die je nach Art und Bestimmung des Produkts zu gewährleisten sind.“

 

Joël Malville, DfM-Experte und Leiter Innovation Process 

3 – Zu Beginn investieren, um über den gesamten Lebenszyklus des Produkts zu profitieren 

 Um die Zuverlässigkeit eines Produkts während seines gesamten Lebenszyklus zu gewährleisten, ermöglichen es die im Rahmen einer DfM-Begleitung empfohlenen Prinzipien, das Design eines Produkts anzupassen, um seine Montage zu erleichtern und so das Risiko von Fehlern zu verringern, die beispielsweise während der Verwendung auftreten könnten.  

 Bei bestimmten öffentlichen Aufträgen können Strafen verhängt werden, die je nach der ursprünglichen Ausfallrate sehr teuer sein können. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, die besten Herstellungsverfahren zur Sicherung der Produktion zu wählen.“

 

Joël Malville, DfM-Experte und Leiter Innovation Process 

 Design for Manufacturing bietet den Vorteil, dass es parallel zum Industrialisierungszyklus verläuft. Anstatt die Prozesse zu erschweren, spielen die eingesetzten Experten in jeder Phase der Industrialisierung eine unterstützende Rolle. 

 Wir steuern das DfM-Angebot an unserem französischen Standort, aber alle anderen Standorte in Deutschland, Tunesien, Polen, den USA sowie in Mexiko bieten dieselbe Begleitung an. Alle diese Standorte verfügen über einen erfahrenen und insbesondere im Umgang mit der VALOR-Software geschulten DfM-Referenten“, erklärt  Joël Malville.

 Im Gegensatz zu einigen DfM-Maßnahmen auf dem Markt wird die von den LACROIX-Teams angebotene Begleitung bis zum Start der Großserienproduktion gewährleistet. Design for Manufacturing beschränkt sich keineswegs auf die Phase der Vorproduktion, während der Weiterentwicklungen empfohlen werden, sondern setzt die Begleitung während der Prototypenphase und der Vorserie bis zur Großserieneinführung fort.  

 Um vollumfänglich von ihm zu profitieren, ist es entscheidend, Design for Manufacturing so früh wie möglich in den Prozess zu integrieren. Durch den Einsatz gründlicher Analysemethoden und einer umfassenden und maßgeschneiderten Betreuung durch die DfM-Experten von LACROIX können Sie die Qualität, die Kosten und die Produktionsdauer Ihrer elektronischen Baugruppen optimieren.